Guilin und Yangshuo 2. bis 5. April 2010

Reisterrassen, Karstlandschaften, Kormoranfischer und vieles mehr haben wir uns dieses Jahr Ostern angeschaut.

Am 2. April ging es mit dem Flugzeug nach Guilin. Für die Tage war leider nicht gerade schönes Wetter in Aussicht, aber den ersten Tag hatten wir noch Glück und es kam sogar mal die Sonne heraus. In Guilin angekommen sind wir von unserem Guide abgeholt worden und es ging direkt zu den Reisterrassen in Longji. Die Landschaften sind noch relativ unberührt. Aber es werden mehr und mehr Straßen gebaut um den Tourismus anzukurbeln. In manchen Städten werden jetzt sogar Eingangstore gebaut um Eintritt zu nehmen. Die Reisterrassen sind von Generation zu Generation immer weitergegeben und über 300 Jahr alt. Alles ist sehr durchorganisiert bei der Planung der Saat und Ernte. Maschinen dafür gibt es nicht. Es ist alles Menschen und Wasserbüffel Arbeit. Zurzeit beginnt gerade die Aussaht des Reises in speziellen Beeten. Wenn die Pflanzen groß genug sind werden sie auf die speziellen Felder gepflanzt. Vor Aussaat wird abgeschätzt wie viel Pflanzen dieses Jahr benötigt werden, da nicht immer alle Felder bestellt werden. Also eine kleine Logistik des Bauern. Wir sind einige Stunden zwischen den Reisfeldern gewandert und konnten die unterschiedlichsten Techniken kennen lernen. Neben dem Reis wird auch Tee, Mandarinen, Erdbeeren dort angebaut, eine kleine Teefarm, Mandarin- und Erdbeerfelder haben wir gesehen und natürlich auch die ersten frischen Erdbeeren gegessen.

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Am Abend selber haben wir dann noch etwas Guilin im Dunkeln erkundet. Verglichen zu Xiamen ist hier China noch eher China.

Am zweiten Tag ging es dann weiter mit dem Auto entlang des Flusses Li Richtung Yangshuo. Dabei konnten wir mehrere wunderschöne Karstlandschaften aus verschieden Winkeln sehen. Wir haben ein kleines Dorf (Daxu) besucht. Es ist immer wieder erschreckend wie die Menschen wohnen können/müssen. Unter anderem haben wir eine kleine Bootstour auf dem Li River gemacht. Die Boote waren einfach aus Plastikrohren gebaut mit einem Holzsessel darauf. Das ganze nannte sich dann Bambusboot … :) … aber wohl eher der modernen Art … :) !!! Jedenfalls muss man viel Phantasie für die Fahrt mitbringen, da viele Bilder in der Karstslandschaft gesehen werden. Sehr wichtig sind immer wieder Pferde, Drachen und  Tiger in den Phantasien … aber wir haben auch welche gesehen … :) ! Ein traditioneller Markt auf den Weg nach Yangshuo hatte viele „Köstlichkeiten“ unter anderem haben wir das erste Mal geräucherten Hund gesehen … dies ist schon ein komisches Gefühl. In Yangshuo angekommen haben wir etwas Zeit gehabt die kleine Stadt zu erkunden, wo man viele kleine westliche Restaurants, Cafes und günstige Märkte finden kann. Alles auf den Tourismus in den letzten Jahren abgestimmt. Am Abend sind wir dann zu einer Lightshow…wir haben gedacht, naja ne Show mit Lichteffekten. Aber was uns da erwatet hat waren Lichteffekte der besonderen Art. Wer die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 in Beijing gesehen hat kann sich nun vorstellen wie sie gewesen ist. Nur das ganze in einer Karstlandschaft und nicht im Stadion und etwas kleiner. Der „Regisseur“ ist der Gleiche der auch die Eröffnungsfeier in Beijing realisiert hat. Wir wurden ca. 1 Stunde verzaubert und freuen uns dies live erlebt zu haben.

Am 3. Tag ging es dann aufs Fahrrad…erst hatten wir nicht so wirklich Lust, da es am regnen war. Haben uns dann aber doch überwunden und sind froh auch im Regen mit dem Fahrrad die Landschaften erkundet zu haben. Bei Sonne kann das ja jeder … :) ! Unter anderem haben wir auch eine Bambusfahrt auf dem Yulong He (Drachen Fluss) gemacht. Diesmal war es echter Bambus. Wir haben mehrere Flussschwellen überwinden müssen. Dabei ist das Floß sehr tief ins Wasser eingetaucht, so dass wir manchmal fast komplett im Wasser saßen. Im Sommer mag das zwar lustig sein, aber uns war es im regen dann doch etwas kalt in den nassen Sachen durch die Landschaft zu schippern. Unsere Hosen waren am Allerwertesten nass…!Ronnys Schuhe waren komplett im Wasser, so dass der Guide Ronny neue Schuhe und Socken geschenkt hatte. Das waren nicht irgendwelche, es waren traditionelle Schuhe aus der Mao Zeit … :) … naja denke schon etwas moderner! So konnte unsere kleine Radtour nach der Bootsfahrt dann doch noch weiter gehen. Zum Mittagessen hat unsere Guide dann in einem traditionellen Farmerhaus für uns essen gekocht. Das war super lecker. Eine alte Dame wohnte in dem Haus. Sie hat keine Kinder und ihr Mann ist vor 4 Jahren gestorben. So verdient sie sich somit nun etwas Geld. Wir durften uns ihr Haus anschauen. Es gleicht eigentlich einem Schuppen mit Boden in unserer Vorstellung. Man kann sich echt nicht vorstellen, dass man eigentlich so leben kann.

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Mit dem Fahrrad wieder nach Yangshuo, waren wir froh uns im Hotel aufwärmen zu können. Am Abend haben wir dann dem berühmten Kormoranfischer zuschauen können. Er ist auf einem Bambusfloß – auch hier wieder der modernen Art – mit einer Lampe die auf das Wasser gerichtet ist gefahren. Das Licht soll die Fische anlocken. Die Kormorane tauchen dann nach den Fischen. Damit sie die Fische nicht fressen haben sie alle ein spezielles Strohhalsband, das verhindert dass sie die Fische schlucken.

Am 4. Tag ging es dann noch in eine der vielen unterirdischen Höhlen. Mittlerweile haben wir schon einige Höhlen besucht, aber einen Verkaufsstand mitten in einer Höhle haben wir das erste Mal gesehen… :) !

Wir freuen uns schon auf den Sommer, dann wollen wir es uns bei schönem Wetter nochmal anschauen. Außerdem haben sie viele Klettertouren…das Paradies für Kletterer… :) ! Das kann ich mir doch nicht entgehen lassen… :)

Vielen Dank an Nicole und Marco, sie haben uns die Tour und den Guide empfohlen. Wir haben viel gelernt und Spaß gehabt.

 

Geschrieben von anita am 6. April 2010 | Abgelegt unter | Kommentare deaktiviert

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